Beschreibung
Objekt:
Inrō in Maki-e mit Hahn und Henne. Fünfteiliger Inrō, lackiert mit der Darstellung eines Hahns und einer Henne, wobei der Hahn auf einer Trommel steht, unter einer Kiefer mit herabhängenden Zweigen, die sich auf die andere Seite über zwei Küken erstrecken; Trommel und Kiefer mit eingelegten Silberdetails, das Innere reich in Nashiji ausgeführt, am Boden in Goldlack signiert Hasensai. Späte Edo-Zeit, frühe Meiji-Zeit.
9 x 5,5 cm
Was ist ein Inrō?
Ein Inrō ist ein traditionelles japanisches Behältnis zur Aufbewahrung kleiner Gegenstände, das am Obi (Gürtel) getragen wird, der um die Taille eines Kimono gebunden ist. Sie sind oft reich verziert mit Materialien wie Lack und Techniken wie Maki-e und sind meist dekorativer als andere japanische Lackarbeiten.
Da die traditionelle japanische Kleidung keine Taschen hatte, wurden Gegenstände häufig am Obi in Behältern getragen, die als Sagemono bezeichnet werden. Die meisten Sagemono dienten speziellen Zwecken wie Tabak, Pfeifen, Schreibpinsel und Tinte, doch der Typ Inrō eignete sich für kleine Gegenstände und entstand in der Sengoku-Zeit (1467–1615) als tragbares Siegel und Medikamentenbehälter für Reisen.




